Blind Tasting Challenge Vol. 2 Wieder einmal zeigte sich: Das Etikett trinkt mit… oder eben nicht!

Blind Tasting Challenge Vol. 2

Am 26. Juni 2026 war es endlich wieder soweit…

Unsere zweite Taste Buddys Blind Tasting Challenge stand auf dem Programm. Neun komplett unterschiedliche Whiskys, drei Gruppen, viele spannende Diskussionen und am Ende wieder einmal der Beweis, warum Blind Tastings für uns die ehrlichste Art sind, Whisky zu genießen.

Bereits beim Aufbau war die Vorfreude riesig. – Die Gläser standen bereit, Pipetten und Wasser waren verteilt und die neun unbekannten Kandidaten warteten darauf, ohne Vorurteile entdeckt zu werden. Genau das macht den Reiz unseres Formats aus. Kein Etikett, kein Preis, keine Destillerie und kein Marketing beeinflussen die eigene Wahrnehmung – einzig Nase, Gaumen und Erfahrung entscheiden.

Das Teilnehmerfeld – fair verteilt und mit viel Fachwissen

Wie bereits bei der ersten Challenge wurden die Teilnehmer in drei möglichst gleich starke Gruppen eingeteilt. Uns war wichtig, dass jede Gruppe sowohl erfahrene Genießer als auch neugierige Whiskyfreunde beinhaltet und niemand einen unfairen Vorteil hat.

Diese Mischung funktionierte hervorragend, die Diskussionen innerhalb der Teams waren spannend, teilweise kontrovers und vor allem unglaublich lehrreich. Jeder brachte seine eigenen Eindrücke ein und oftmals zeigte sich, wie unterschiedlich ein und derselbe Whisky wahrgenommen werden kann.

Am Ende setzte sich jedoch Gruppe 2 deutlich durch und konnte sich verdient den Sieg der zweiten Blind Tasting Challenge sichern. Herzlichen Glückwunsch an das gesamte Team! von links nach rechts „Holger, Ralf F, Felix, Marco R und Andy M..

Neun Whiskys – neun völlig unterschiedliche Charaktere

Unser Line-up führte einmal quer durch Schottland und zeigte erneut, wie vielfältig Single Malt Whisky sein kann. Mit dabei waren unter anderem Abfüllungen von:

  • Glen Moray
  • Linkwood
  • Arran
  • Ardmore
  • Glen Scotia
  • Tullibardine
  • Bowmore

Darunter befanden sich sowohl Originalabfüllungen als auch unabhängige Bottlings und selbstverständlich wieder einige exklusive The Taste Buddys– sowie The Caskhound-Abfüllungen.

Blind Tastings widerlegen Vorurteile

Ein besonders spannender Aspekt des Abends war erneut die Erkenntnis, dass selbst Whiskys aus derselben Destillerie qualitativ und geschmacklich Welten auseinanderliegen können.

Gerade bei Glen Moray und Tullibardine wurde dies eindrucksvoll sichtbar.

Obwohl sich einige Abfüllungen preislich gar nicht so stark unterscheiden und teilweise aus derselben Brennerei stammen, lagen geschmacklich teilweise ganze Welten zwischen den einzelnen Whiskys. Fassauswahl, Reifung, Alter und der Stil des unabhängigen Abfüllers prägen einen Whisky oft wesentlich stärker, als viele vermuten würden.

Für viele Teilnehmer war genau das eines der größten Aha-Erlebnisse des Abends.

Der Taste Buddys Glen Moray überzeugte auf ganzer Linie

Besonders stolz waren wir natürlich darauf, wie hervorragend unser eigener Taste Buddys Glen Moray aufgenommen wurde.

Die Rückmeldungen waren durchweg positiv und zeigten, dass eine sorgfältige Fassauswahl und Geduld bei der Reifung am Ende belohnt werden. Genau solche Momente bestätigen uns darin, warum wir so viel Herzblut in unsere eigenen Abfüllungen investieren.

The Caskhound – die Crazy Coo Tullibardine Flasche war ein Publikumsliebling

Auch unsere beiden The Caskhound-Abfüllungen sorgten für reichlich Gesprächsstoff.

Bereits während der Verkostung zeichnete sich schnell ab, dass die Crazy Coo an diesem Abend für viele Teilnehmer ein Highlight war. Sie stand mit ihrer außergewöhnlichen Aromatik, einer intressanten Balance und einem Charakter, der sich deutlich von vielen anderen Whiskys des Abends abhob.

Natürlich hatte auch die zweite Caskhound-Abfüllung ihre Fans, doch am Ende war für viele klar, die Crazy Coo war an diesem Abend der Hammer.

Überraschungen gehören einfach dazu

Blind Tastings leben von Überraschungen.

Ein schönes Beispiel war unser Gruppenleiter Nils. Besonders der Linkwood gefiel ihm ausgesprochen gut – obwohl dieser Whisky normalerweise überhaupt nicht seinem typischen Beuteschema entspricht.

Genau solche Momente zeigen, warum wir Blind Tastings so lieben. Ohne Vorurteile entdeckt man plötzlich Aromen und Stilrichtungen, die man mit einem sichtbaren Etikett vielleicht gar nicht erst probiert hätte.

Das würde ich als zusätzlichen Abschnitt im Blog einbauen – idealerweise direkt vor dem Fazit oder nach dem Abschnitt über die Caskhound-Abfüllungen:

Ein besonderer Abschluss – unsere Bowmore-Vorabfüllung

Für einen besonderen Moment sorgte zum Abschluss des Tastings unsere Bowmore-Abfüllung, die für viele Teilnehmer noch einmal ein echtes Highlight darstellte.

Dabei handelte es sich um eine Vorabflasche einer gemeinsamen Abfüllung von The Taste Buddys und VAME. Umso spannender war es für uns, die ersten ehrlichen und vollkommen unbeeinflussten Rückmeldungen im Rahmen eines Blind Tastings zu erhalten.

Die Resonanz hätte kaum besser sein können. Die Bowmore Abfüllung überzeugte mit ihrem ausgewogenen Charakter, den maritimen Noten, einer angenehmen Rauchigkeit und einer hervorragenden Fassqualität. Viele Teilnehmer waren überrascht, wie harmonisch und gleichzeitig komplex sich diese noch unveröffentlichte Abfüllung präsentierte.

Für uns war dieses Feedback besonders wertvoll, denn genau dafür sind Blind Tastings ideal: Ehrliche Meinungen ohne Markenname, Verpackung oder Preis als Einflussfaktoren. Dass unsere gemeinsame Abfüllung mit VAME dabei so positiv aufgenommen wurde, freut uns ganz besonders und macht die Vorfreude auf die offizielle Veröffentlichung umso größer.

Wissen, Spaß und gemeinsamer Austausch

Neben der eigentlichen Verkostung stand natürlich wieder das gemeinsame Fachsimpeln im Mittelpunkt.

Welches Fass war es?
Wie alt könnte der Whisky sein?
Welche Region?
Originalabfüllung oder Independent Bottler?
Welcher Alkoholgehalt?

Die Diskussionen waren teilweise intensiver als die eigentliche Punktevergabe und genau das macht unsere Veranstaltungen aus. Jeder lernt von jedem und jeder Abend erweitert den eigenen Whisky-Horizont ein Stück mehr.

Das passt hervorragend zum Spirit der Taste Buddys und unterstreicht eure Community. Ich würde den Blog um zwei weitere Abschnitte ergänzen:

Share the Bottle – Share the Dram

Was unsere Abende besonders macht, ist nicht nur das gemeinsame Verkosten, sondern auch das Miteinander. Unter unserem Motto „Share the Bond – Share the Dram“ geht es darum, besondere Flaschen gemeinsam zu öffnen und Whisky-Erlebnisse miteinander zu teilen, anstatt sie im Regal stehen zu lassen.

Ein großes Dankeschön geht dieses Mal an Simon und Holger, die zwei ganz besondere Flaschen mitgebracht haben. Beide Abfüllungen haben inzwischen einen beachtlichen Marktwert erreicht und wären für viele wahrscheinlich viel zu schade zum Öffnen.

Doch genau das macht unsere Gemeinschaft aus: Whisky ist zum Genießen da. Solche besonderen Momente gemeinsam zu erleben, darüber zu diskutieren und Erinnerungen zu schaffen, ist für uns deutlich mehr wert als jede ungeöffnete Flasche im Sammlerregal. Vielen Dank an euch beide für diese großartige Geste und euren Beitrag zu einem unvergesslichen Abend.

Willkommen in der Taste Buddys Familie

Ein weiteres Highlight des Abends gab es nicht nur im Glas, sondern auch in unserer Community.

Wir freuen uns riesig, mit Simon und Marco R. zwei neue feste Mitglieder bei den Taste Buddys begrüßen zu dürfen.

Herzlich willkommen in unserer Runde! Schön, dass ihr euch entschieden habt, Teil unserer Gemeinschaft zu werden. Wir freuen uns auf viele gemeinsame Tastings, spannende Diskussionen, besondere Abfüllungen und natürlich auf viele unvergessliche Whisky-Momente mit euch.

Denn genau darum geht es bei den Taste Buddys: Menschen zusammenzubringen, die die Leidenschaft für außergewöhnliche Whiskys teilen und diese Leidenschaft gemeinsam erleben möchten.

Ein großes Dankeschön

Ein herzliches Dankeschön geht natürlich wieder an Udo, der uns erneut seine Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hat. Ohne diese Unterstützung wäre ein Abend in dieser Atmosphäre kaum möglich gewesen.

Ebenso bedanken wir uns bei allen Teilnehmern für die großartige Stimmung, den respektvollen Austausch und die Leidenschaft, mit der jeder einzelne an die Challenge herangegangen ist.

Sehr gerne! Dieser Abschnitt passt wunderbar in den Blog und zeigt auch, wie viel Liebe zum Detail in euren Tastings steckt.

Perfekte Bedingungen für ein faires Blind Tasting

Ein Blind Tasting lebt von möglichst gleichen Voraussetzungen für alle Teilnehmer. Deshalb möchten wir uns ganz besonders bei July bedanken, die mich den gesamten Abend tatkräftig unterstützt hat.

Über den Abend hinweg wurden mehr als 200 Whiskygläser mehrfach gespült, damit jeder Whisky in einem möglichst neutralen Glas verkostet werden konnte. Gerade bei einem Blind Tasting ist das ein entscheidender Faktor, denn bereits kleinste Aromareste des vorherigen Whiskys können die Wahrnehmung des nächsten Samples beeinflussen.

Durch die frisch gespülten Gläser hatten alle Teilnehmer die Möglichkeit, Nase und Gaumen immer wieder neu auf den nächsten Whisky einzustellen. So konnten die Sinne nach jedem Dram bestmöglich neutralisiert werden und die Einschätzungen zu Alter, Alkoholgehalt, Fassreifung und Herkunft möglichst objektiv erfolgen.

Ebenfalls haben wir das Feedback aus unserer ersten Blind Tasting Challenge aufgenommen, die Whiskys wurden bereits einige Zeit vor Beginn eingeschenkt. Dadurch hatten sie ausreichend Gelegenheit, im Glas zu atmen und ihre Aromen vollständig zu entfalten. Gerade bei fassstarken oder komplex gereiften Whiskys machte sich dieser zusätzliche Zeitraum deutlich bemerkbar und sorgte für noch ausdrucksstärkere Duft- und Geschmackserlebnisse.

Solche Details mögen auf den ersten Blick unscheinbar wirken, machen am Ende jedoch den Unterschied zwischen einem guten und einem wirklich hochwertigen Blind Tasting aus. Vielen Dank, July, für deine großartige Unterstützung und deinen Einsatz während des gesamten Abends!

Fazit

Unsere 2. Blind Tasting Challenge war erneut ein voller Erfolg.

Sie hat einmal mehr gezeigt, dass Herkunft, Name oder Preis nur einen kleinen Teil der Geschichte erzählen. Am Ende zählt ausschließlich das, was im Glas passiert.

Wir konnten neue Lieblingswhiskys entdecken, bestehende Meinungen überdenken und erneut feststellen, wie groß die Unterschiede selbst innerhalb derselben Destillerie sein können. Genau diese Offenheit macht Blind Tastings so faszinierend.

Wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Challenge – mit neuen Überraschungen, spannenden Diskussionen und natürlich wieder jeder Menge großartigem Whisky.

Slàinte!

Euer Ralf von The Taste Buddys

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