Lucky Punch – wenn bayerischer Humor auf große Whisky-Leidenschaft trifft

Michael Mittermeier meets St. Kilian – ein außergewöhnlicher Whisky-Abend bei Spiritory in München

Manchmal gibt es Abende, an denen einfach alles zusammenpasst: Die Menschen, die Geschichten, die Atmosphäre und natürlich der Whisky im Glas und wenn dann noch einer der bekanntesten Comedians Deutschlands seinen ersten eigenen Whisky präsentiert, kann man sich sicher sein:

Das wird kein gewöhnliches Tasting – sondern der Auftakt zu einer ganz besonderen Whisky-Geschichte!

Genau so einen Abend durften wir bei unseren Freunden von Spiritory in ihrer neuen, wirklich beeindruckenden Location in der Plinganserstraße in München erleben.

Mit dabei waren drei Taste Buddys: Carsten, Felix und meine Wenigkeit. Drei Whisky-Enthusiasten, jede Menge Vorfreude und die spannende Frage: Was passiert eigentlich, wenn ein international erfolgreicher bayerischer Comedian auf die Whisky-Leidenschaft von St. Kilian trifft?

Die Antwort: Ein echter Lucky Punch!

Von der Comedy-Bühne ins Whiskyglas – und dabei auf dem Boden geblieben

Michael Mittermeier kennt man als Mann der großen Bühnen, der scharfen Pointen und des perfekten Timings. Aber wie präsentiert sich jemand, der international vor Tausenden Menschen auftritt, wenn es plötzlich nicht um Comedy, sondern um seinen ersten eigenen Whisky geht?

Ich gebe zu: Ich hatte gewisse Erwartungen. – Vielleicht eine große Show, ein paar perfekt platzierte Gags und natürlich jede Menge Entertainment.

Was wir stattdessen erleben durften, war für mich viel beeindruckender.

Ein unglaublich nahbarer, bodenständiger und sympathischer Michael Mittermeier, der mit ehrlicher Begeisterung über seinen Whisky sprach.

Natürlich durfte der Humor nicht fehlen. Aber an diesem Abend stand nicht der Comedian im Mittelpunkt, sondern ein Mensch, der sich gemeinsam mit anderen Whisky-Begeisterten einen kleinen Traum erfüllt hat.

Michael nahm sich Zeit, hörte zu, sprach mit den Gästen und fand für jeden die passenden Worte. Auch diejenigen, die eine handsignierte Flasche mit nach Hause nehmen wollten, wurden nicht einfach schnell abgefertigt.

Keine Fließbandunterschriften, keine Starallüren. Stattdessen echte Begegnungen und persönliche Momente und genau das hat mich beeindruckt.

Denn ganz gleich, wie groß die Bühne ist, auf der man normalerweise steht: Wahre Größe zeigt sich manchmal gerade dann, wenn man ganz ohne Bühne auskommt.

Andreas und St. Kilian – wenn Leidenschaft mehr erzählt als jedes Marketing

Mindestens genauso beeindruckend waren die Geschichten rund um St. Kilian und die Entstehung dieses gemeinsamen Whiskyprojekts.

Andreas, der als Gründer von St. Kilian die Entwicklung der Destillerie entscheidend mitgeprägt hat, nahm uns mit auf eine Reise durch die Gedanken, Überzeugungen und die Leidenschaft hinter den Abfüllungen.

Was mir dabei besonders gefallen hat: Hier wurde nicht einfach eine Marketinggeschichte erzählt.

Hier sprach jemand, der für Whisky brennt.

Geerdet, authentisch, mit großer Überzeugung und einem tiefen Verständnis dafür, was einen guten Whisky ausmacht. Man merkte schnell, dass es bei diesem Projekt nicht darum ging, einfach einen bekannten Namen auf ein schönes Etikett zu drucken.

Vielmehr ging es darum, gemeinsam etwas zu schaffen, das Charakter besitzt, geschmacklich überzeugt und die Handschrift der Beteiligten trägt.

Ein Whisky muss schließlich nicht laut sein, um Eindruck zu hinterlassen.

Das gilt übrigens auch für die Menschen, die ihn machen.

Und genau hier haben Andreas und Michael für mich eine bemerkenswerte Gemeinsamkeit gezeigt: Beide können große Geschichten erzählen, ohne dabei den Boden unter den Füßen zu verlieren.

Zurück in die Zukunft – Erinnerungen an unsere erste eigene Abfüllung

Während Michael von seinem ersten Whisky erzählte, hatte ich plötzlich einen dieser ganz persönlichen Momente.

Ich musste an unsere erste eigene Abfüllung der Taste Buddys denken: unseren Glen Moray.

An die Vorfreude, die Entscheidungen, die vielen Gedanken und natürlich an diesen besonderen Augenblick, wenn man zum ersten Mal die eigene Flasche in den Händen hält.

Da war es auf einmal, dieses Gefühl von damals.

Ein bisschen wie „Zurück in die Zukunft“ – nur ohne DeLorean, dafür mit einem ordentlichen Dram im Glas.

Wer schon einmal selbst eine Whiskyabfüllung auf den Weg gebracht hat, weiß, dass hinter einer Flasche viel mehr steckt als Fassnummern, Alkoholprozente und ein schönes Label.

Es geht um Emotionen – Um Menschen – Um gemeinsame Entscheidungen und manchmal auch um die Frage, ob das, was man sich vorgestellt hat, am Ende tatsächlich genauso im Glas ankommt.

Genau deshalb konnte ich Michaels Begeisterung so gut nachvollziehen.

Die erste eigene Abfüllung vergisst man nicht.

Und wenn man dann sieht, wie viel Freude andere Menschen an diesem Whisky haben, ist das ein Gefühl, das sich nur schwer in Worte fassen lässt.

Wobei – Michael dürfte es als Comedian vermutlich etwas leichter haben als ich.

Lucky und Punch – zwei Charaktere, eine gemeinsame Geschichte

Kommen wir zum eigentlichen Star des Abends, oder besser gesagt: zu den beiden Stars im Glas.

Lucky und Punch.

Zwei Whiskys, zwei unterschiedliche Charaktere und ein gemeinsames Konzept.

Der Name könnte kaum besser gewählt sein. Denn während der eine eher charmant und geschmeidig daherkommt, zeigt der andere, dass hinter einer guten Pointe manchmal auch ein ordentlicher Punch stecken darf.

Lucky – der charmante Verführer

Lucky war für mich der zugänglichere der beiden Whiskys. Weich, angenehm und harmonisch.

Ein Whisky, der nicht versucht, mit aller Macht Aufmerksamkeit zu erregen, sondern mit seiner Balance überzeugt. Die Fassreifung fügt sich schön in das Gesamtbild ein, ohne den eigentlichen Charakter zu überdecken.

Das Ergebnis ist ein Whisky, den man gerne mit Freunden genießt. Einer, bei dem das Gespräch weiterläuft, während man ganz nebenbei immer wieder am Glas riecht und einen neuen Schluck nimmt.

Ein gelungener Dram muss schließlich nicht kompliziert sein, um Freude zu bereiten.

Punch – der mit dem gewissen Bums

Und dann kommt Punch.

Wie der Name schon vermuten lässt, bringt er etwas mehr Nachdruck mit. Mehr Präsenz, mehr Ausdruck und ein Charakter, der etwas länger auf der Zunge bleibt.

Dabei geht es keineswegs um pure Kraft oder darum, möglichst viel Alkohol ins Glas zu packen. Vielmehr gefällt mir das Zusammenspiel aus Fasscharakter, Reifung und geschmacklicher Tiefe.

Punch zeigt Kante, ohne die Balance zu verlieren.

Oder, um es mit einem Augenzwinkern zu sagen:

Lucky bringt dich zum Lächeln. Punch sorgt dafür, dass du dich am nächsten Morgen noch an den Geschmack erinnerst – nicht an den Alkohol.

Was mir an beiden Abfüllungen besonders gefällt, ist ihre Zugänglichkeit. Sie wollen nicht durch übertriebene Intensität beeindrucken, sondern durch eine sorgfältige Auswahl und eine nachvollziehbare geschmackliche Handschrift.

Zwei Whiskys, die durchaus unterschiedlich auftreten, aber eine gemeinsame Philosophie erkennen lassen und vor allem zwei Abfüllungen, die sich hervorragend für einen entspannten Abend unter Liebhabern dieses edlen Tropfens eignen.

Was tatsächlich in den Flaschen steckt – ein Blick hinter die Kulissen

Und weil wir Taste Buddys nicht nur gerne Geschichten hören, sondern auch wissen wollen, was wir im Glas haben, lohnt sich ein genauer Blick auf die beiden Single Casks.

Michael hat die Fässer übrigens persönlich im Lagerhaus von St. Kilian in Rüdenau ausgewählt. Beide Whiskys wurden weder gefärbt noch kühlfiltriert.

Lucky – der sanfte Bayer

Single Cask Nr. 9394 | Ex-Moscatel de Setúbal | 46,7 % vol.

  • Destilliert: Juli 2022
  • Fass: Ex-Moscatel de Setúbal
  • Alkoholgehalt: 46,7 % vol.
  • Limitierung: 500 Flaschen à 500 ml
  • Charakter: Fruchtig, floral, weich und harmonisch

Florale und fruchtige Noten treffen auf Orange, Honig, Toffee und karamellisierte Walnüsse.

Ein angenehm runder Whisky mit schöner Süße, bei dem die Fassreifung und der Destillatcharakter harmonisch zusammenspielen.

Punch – der rauchige Charakterkopf

Single Cask Nr. 5914 | Ex-Tawny Port | 48,3 % vol.

  • Destilliert: November 2020
  • Fass: Ex-Tawny Port
  • Rauchgehalt des verwendeten Malzes: 80 ppm
  • Alkoholgehalt: 48,3 % vol.
  • Limitierung: 500 Flaschen à 500 ml
  • Charakter: Rauchig, fruchtig, würzig und vollmundig

Kräftiger Torfrauch trifft auf rote Früchte, Feigen und dunkle Schokolade.

Vollmundig, cremig und mit einem langen, rauchigen Nachklang.

Was ich an der Kombination besonders gelungen finde: Hier wurden nicht einfach zwei ähnliche Whiskys nebeneinandergestellt. Lucky und Punch besitzen eigenständige Charaktere. Der eine spielt mit Fruchtigkeit und Süße, der andere mit Rauch, Tiefe und Würze.

Zusammen ergeben sie einen spannenden Kontrast.

Fast wie bei einem guten Comedy-Duo: Der eine bereitet vor, der andere setzt die Pointe.

Und beide haben ihren ganz eigenen Auftritt verdient.

Spiritory – eine neue Location, alte Freundschaften und echte Whisky-Momente

Ein ganz besonderes Dankeschön geht an dieser Stelle an unsere Freunde von Spiritory.

Mit der neuen Location im Stemmerhof in der Plinganserstraße 6 in München hat Spiritory einen wirklich schönen Ort geschaffen, an dem sich Whisky-Begeisterte begegnen können. Ein Platz, an dem es nicht nur um Flaschen, Preise oder seltene Abfüllungen geht, sondern vor allem um Menschen, Gespräche und gemeinsame Erlebnisse.

Und genau das macht für mich die Whisky-Community aus.

Besonders gefreut habe ich mich über das Wiedersehen mit Janis Wilczura, dem Gründer und CEO von Spiritory.

Janis und ich stehen inzwischen seit über einem Jahr in Kontakt und begegnen uns immer wieder auf wichtigen Whisky-Events. Aus solchen Begegnungen entwickeln sich mit der Zeit nicht nur interessante Gespräche über Whisky, sondern auch echte persönliche Verbindungen.

Deshalb war es umso schöner, diesen besonderen Abend gemeinsam erleben zu dürfen.

Lieber Janis, vielen Dank für die Einladung, die Organisation und die Möglichkeit, bei dieser Premiere dabei zu sein!

Drei Taste Buddys, zwei Whiskys und jede Menge Erinnerungen

Carsten, Felix und ich waren an diesem Abend als drei Taste Buddys unterwegs und ich glaube, ich spreche für uns alle, wenn ich sage:

Jede einzelne Minute hat sich gelohnt.

Nicht nur wegen der Whiskys. Nicht nur wegen Michael Mittermeier. Und auch nicht nur wegen der großartigen Geschichten von Andreas.

Sondern wegen der Kombination aus allem.

Es sind diese Abende, an denen man wieder einmal merkt, warum wir The Taste Buddys gegründet haben und warum wir so viel Zeit, Herzblut und Leidenschaft in unser gemeinsames Hobby investieren.

Whisky verbindet Menschen, die sich sonst vielleicht niemals begegnet wären.

Er schafft Gesprächsstoff, gemeinsame Erinnerungen und manchmal sogar Freundschaften über viele Jahre hinweg. Wenn dann noch ein bayerischer Comedian und eine fränkische Whiskydestillerie zeigen, dass man mit Leidenschaft, Geduld und einer guten Portion Humor etwas Besonderes schaffen kann, dann passt das ziemlich gut zu unserer eigenen Philosophie.

Unser Fazit: Ein Lucky Punch mitten ins Whiskyherz!

Lieber Michael, lieber Andi,

vielen Dank für eure ehrlichen Geschichten, eure sympathische und bodenständige Art und vor allem für die Leidenschaft, mit der ihr dieses gemeinsame Whiskyprojekt vorgestellt habt. Ihr habt gezeigt, dass ein guter Whisky keine große Inszenierung braucht, wenn die Geschichte dahinter stimmt.

Und lieber Michael: Falls du irgendwann einmal einen dritten Whisky auf den Markt bringst, hätten wir einen kleinen Vorschlag.

Nach Lucky und Punch könnte der nächste vielleicht einfach „Standing Ovation“ heißen.

Denn die habt ihr euch an diesem Abend verdient.

Lieber Janis, auch dir und dem gesamten Spiritory-Team ein herzliches Dankeschön. Es war großartig, bei diesem besonderen Moment dabei sein zu dürfen.

Wir freuen uns auf viele weitere Begegnungen, gute Gespräche und natürlich den einen oder anderen gemeinsamen Dram.

Slàinte mhath und bis zum nächsten Lucky Punch!

Carsten, Felix & Ralf
The Taste Buddys – Friends, Whisky & Unforgettable Moments

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